Chemnitz pflastert ab – noch bis 31. Oktober
Die Stadt Chemnitz informiert in ihrer Meldung „Abpflastern und gewinnen“, dass sich die Kommune 2026 an dem bundesweiten Wettbewerb beteiligt. Eingereicht werden können Flächen, auf denen Pflastersteine, Beton oder Asphalt entfernt und anschließend Pflanzen gesetzt wurden. Als Beispiele nennt die Stadt Schottergärten, versiegelte Einfahrten und Wege.
Für die Wertung müssen die Arbeiten zwischen dem 21. März und dem 31. Oktober 2026 erfolgt sein. Wer mitmachen möchte, misst die entsiegelte Fläche aus und dokumentiert sie mit einem Foto vor sowie einem Foto nach der Umgestaltung. Die Registrierung muss nach Angaben der Stadt spätestens am 31. Oktober erfolgen.
Warum weniger Versiegelung sinnvoll ist
Das Umweltbundesamt erklärt, dass versiegelte Böden Regenwasser nicht oder nur erschwert aufnehmen. Dadurch wird weniger Grundwasser neu gebildet und Wasser muss häufiger über die Kanalisation abgeleitet werden. Asphaltierte oder betonierte Flächen tragen außerdem weniger zur Abkühlung des Stadtklimas bei und bieten Pflanzen und Tieren kaum Lebensraum.
Entsiegelung ist deshalb mehr als eine optische Gartenidee. Nach Einordnung des Umweltbundesamtes ist sie ein wichtiger Baustein der Klimaanpassung, besonders in dicht bebauten Gebieten. Für Eigentümer bedeutet das: Bereits eine sinnvoll ausgewählte Teilfläche kann dazu beitragen, Regen dort zu halten, wo er fällt, und das direkte Wohnumfeld grüner zu gestalten.
Wo Eigentümer anfangen können
Nicht jede Zufahrt oder jeder Weg kann vollständig verschwinden. Häufig lohnt sich zunächst der Blick auf Randbereiche und Flächen, die im Alltag kaum genutzt werden. Denkbar sind schmale Pflasterstreifen neben der Einfahrt, überbreite Wege, befestigte Ecken im Vorgarten oder Schotterflächen ohne klare Funktion.
- Nutzung klären: Welche Fläche wird wirklich zum Gehen, Fahren oder Abstellen benötigt?
- Klein beginnen: Eine überschaubare Teilfläche ist leichter zu planen und zu pflegen.
- Standort beachten: Licht, Boden und verfügbare Breite bestimmen die passende Bepflanzung.
- Wasserweg beobachten: Regen darf weder zum Gebäude noch auf ein Nachbargrundstück gelenkt werden.
Vor dem Start: Fläche und Aufbau prüfen
Vor dem Herausnehmen von Steinen sollte geklärt werden, wem die Fläche gehört, ob Leitungen verlaufen und welche Belastung der Bereich künftig aushalten muss. Bei Zufahrten, Stellplätzen, größeren Höhenunterschieden oder unklarem Untergrund ist fachlicher Rat sinnvoll. Nicht jeder Boden nimmt Wasser gleich gut auf; deshalb sollten Bodenaufbau und Abflussweg zusammen betrachtet werden.
Für eine kleine Pflanzfläche genügt oft ein klar abgegrenzter Bereich. Nach dem Entfernen der Befestigung werden Unterbau und Boden geprüft, anschließend wird geeignete Erde eingebracht und standortgerecht gepflanzt. Wer am Wettbewerb teilnimmt, sollte Vorher-Foto, Nachher-Foto und Flächenmaß von Anfang an mit einplanen.
Was Eigentümer, Verkäufer und Vermieter davon haben
Eine ordentlich geplante Grünfläche kann den Eingangsbereich freundlicher und gepflegter wirken lassen. Sie schafft keinen pauschalen Preisvorteil und ersetzt keine fachgerechte Grundstücksentwässerung. Bei Verkauf oder Vermietung kann eine nachvollziehbar dokumentierte Umgestaltung aber zeigen, dass Außenflächen bewusst geplant und instand gehalten werden.
Kurzfazit
Der Chemnitzer Wettbewerb bietet einen aktuellen Anlass, wenig genutzte versiegelte Flächen zu prüfen. Entscheidend ist nicht die größtmögliche Baustelle, sondern eine passende, dauerhaft nutzbare Lösung. Wer noch 2026 teilnehmen möchte, sollte die Dokumentation und Registrierung bis zum 31. Oktober abschließen.
Quellen und Grundlagen 2 geprüfte Originalquellen · Details anzeigen
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Stadt Chemnitz
Vollständige Informationen bei Stadt Chemnitz
„Abpflastern“ und gewinnen -
Umweltbundesamt
Vollständige Informationen bei Umweltbundesamt
Bebauung und Versiegelung